Kizomba Musicality - Tanz, Entstehung, Musik, Insiderwissen!

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Kizomba Musicality

Kizomba
Kizomba Musicality ist eins der essentiellen Grundtechniken des Kizomba. Die Grundtechnik die direkt zur Kizomba-Energy führt. Rhythmus-Variationen das Haus, was auf dem Fundament der Grundschritte und Basic-Routinen aufgebaut wird. Ohne Musicality, stirbt Kizomba zu einem langweiligen Tanz mit sog. Figuren. Gefühlos abgespulte Coreografien in dem nur die Figuren selbst eine Rolle spielen, ohne Rücksicht auf die Musik. Die scheint bei einigen Tänzern gar nicht existent zu sein. Nur die Beats auf deren Grundlage sie ihre Choreos abarbeiten. Und manchmal nicht einmal das. Da beginnt ein neuer "Block", mal ohne Beats, mit ganz anderer Energie, aber das interessiert sie nicht. Sie arbeiten ihre Figuren ab.

In Lissabon sagt man, dass die Frauen nicht die Männer beim Tanzen beobachten, sondern die mit den Männern tanzenden Frauen. Wenn diese die Augen geschloßen halten, und vor allen Dingen dabei lächeln, dann wollen sie genau mit diesem Mann tanzen. So erkennen sie, ob der Mann ein guter Kizombeiro ist, nicht an seinen herumgehampel mit der Frau.
Mit dieser Art von Musicality kann man die Frauen tief in ihrem innersten erreichen.
Mann empfangt die Musik und interpretiert sie auf seine Weise über eure Tanzbewegungen. Die Frau nimmt diese Energie auf und wandelt sie um in weibliche Energie.
Level 1: Wir Tanzen auf dem Rhythmus. Boom - Boom - Boom boom boom...
Level 2: Wir tanzen auf die Melodie oder den Gesang.
Level 3: Wir wechseln mal langsam, mal blitzschnell von 1 auf 2, und vermischen es gekonnt zur Musik. Wenn wir andere Instrumente im Hintergrund noch mit einbeziehen, sind wir unwiderstehlich beim Kizomba. Die Energie fließt, die Frau spürt es im tiefsten Inneren.
Dabei entsteht ein ständiger Wechsel von Basics, Stopps, double Speed, half Speed, Tarraxas, Saidas, Truques und Variationen davon. Getragen von der Musik.
Dann lebt der Tanz, dann lächelt die Frau. Erst dann habt ihr Männer es geschafft.
Keine Figuren. Nur Routinen, Basics & Truques (so genannte Tricks)...
..und viel Musicality. Es wird versucht die Musik zu ertanzen, nicht das Weibchen mit irgendwelchen Choreos zu stressen um sie damit zu beeindrucken.
Wenn ihr Männer "euer" Weibchen beeindrucken wollt beim Kizomba, aus welchen Gründen auch immer ;-) , dann solltet ihr nach der Musik mit feeling tanzen, und keine Figuren durchboxen auf Teufel komm raus.

Video: Ghetto Zouk VS. Kizomba.
Wie die Unterschiede in der Musikality je nach Musik-Stil angewendet werden können, kann man auf dem Video unten sehr schön sehen.
Schön gemacht von Nemanja & Laura.
Video unten:
Hier werden die Phrases, die ich selbst als "Blöcke" bezeichne, erklärt.
Das müsst ihr euch reinziehen. Es muss wirklich verstanden sein. Ohne dem seit ihr langweilige Figuren-Tänzer. Ich kann das was er im Video sagt 100% unterstreichen. Aber sowas von. DAS MÜSST IHR DRAUF HABEN!
Und da fragt man sich, wie ich den Tanzen soll, wenn ich immer bis 32 zählen muss, um einen Musikwechsel tänzerisch zu verarbeiten?
Nun ja, es funktioniert in der Zwischenzeit sehr gut. Ich wechsle das Tempo automatisch, oder ändere meinen Tanzstil nach 32 Takten auch bei Liedern, die ich nicht kenne. Meistens kündigen die Interpreten den "Block-Wechsel" auch an.
Das ist ein tolles Gefühl. Aber ich zähle immer noch nicht.
João Dontana schrieb mal in meiner FB-Gruppe: „Wer zählt, der kann es noch nicht“.
Recht hat er. Die Zählerei ist absolut störend. Im Grunde braucht man nur wissen wo der linke und der rechte Fuß ist, und die Blöcke, die Phrases erkennen, um seine Musicality einzusetzen.
Wie also habe ich das geschafft?
Dafür habe ich nur eine Erklärung: Ich hörte vor Kizomba gerne andere Musik. House, Elektro, Funk, Dance-Hall, Salsa, Indi, Rock usw.
Ich habe damit aufgehört. Ich wollte diese neue Musik in mich haben, um es tanzen zu können. Höre Kizomba fast rund um die Uhr. Sogar beim Einschlafen, wenn ich alleine ins Bett gehe und damit Lisa nicht störe.
Und da ich diese Musik ständig höre, tanze ich auch oft danach. Allein. Oft schaut man mich verwundert an, wenn ich sage, man kann alleine üben.
Und wie man kann...
Und ich möchte das jedem ans Herz legen. Das ist eine tolle Methode Kizomba zu lernen.
Alleine bedeutet, ohne Streß, denn ich kann niemanden enttäuschen, niemand kann mich auslachen wenn ich Mist baue. Ich kann mich auf die Musik einlassen, mit ihr spielen, ausprobieren, verwerfen, die Basics verändern, die Routinen, spüren und hören. Truques erspüren. Ich eigene mir dann etwas an, was ich dann schon mit bringe, wenn ich mit einer Frau tanze. Das Gefühl für die Musik, die Sicherheit der 1000-fach geübten Basics und Routinen. Meine Truques ausprobieren, meinen Stil tanzen.
Aber zurück zu den Blöcken, den Phrases: Wenn man intensiv Kizomba-Musik hört, und so oft es geht, versucht sich danach zu bewegen, wird sie ein Teil von euch. Dann ist die Musicality in euch.
Das funktioniert aber nicht, wenn man das mit dem Verstand macht. Hochkonzentriert, mit der Frau übend, wenn mal wieder eine Party ist. Das dauert viel zu lang. Man klammert sich wieder an Choreografien und Figuren. Sucht verzweifelt die 1 um zu beginnen und zählt seine Figuren durch, und findet sie vor lauter unsicherheit nicht.
Wenn ich alleine in meinem Wohnzimmer vor mir her tanze, lasse ich die Seele baumeln, und fange an mich zu bewegen. Alles wird zum Reflex, verursacht von der Musik. Und genau das brauchen wir, um mit der Frau Kizomba zu tanzen. Wir müssen sie völlig entspannt verzaubern, mit unseren inneren Bewegungen, verursacht durch die Musik.

Es ist wohl wie es der Satz auf der Startseite zum Ausdruck bringt: Kizomba – You call it dancing, we call it living.
Echtes Kizomba ist schwer zu erlernen, wenn man damit nicht aufgewachsen ist. Aber es geht, und man wird reich belohnt für den Fleiß. Ich habe es getan. Und ich bereue nichts.
Mit Figuren lernen werdet ihr die Kizomba-Energy nie spüren können. Doch wenn ihr die Inhalte dieser Homepage versteht, wenn ihr versteht was ich versuche euch mitzuteilen, dann könnt ihr es spüren.
Es lohnt sich.

Aber lasst uns weiter machen mit den 4x8=Phrase. Den Blöcken.
Hier ein Video, was tänzerisch schon mal sagt wo es lang gehen könnte bei eurer Intepretation:
Nächstes Video:
Und nun noch einmal näher eingegangen auf die Composition, dem Aufbau von der Zouk Musik.
Intro - Verse - Chorous - Bride - Outro
Spätestens nach diesem Video sollte jeder wissen was gemeint ist mit Blöcken, den Phrases. Auch wenn man Musikalisch nicht so gesegnet ist, so wie ich, sollte nun klar sein, was zu tun ist, und verstehen, worum es geht. Wenn ich tanze, höre ich die Musik, erkenne die Phrases und interpretiere sie auf meine Weise. Dadurch tanze ich ständig etwas anderes.
Keine Figuren. Keine Bachata- oder Salsa- Techniken.
Führung mit Körper und Bein/Fuß. Kein Urban Kizz, kein Pinguin-Stile, kein Robotor-Style, kein Epileptik-Style.
Absolut schöne Intepretation der Musik.
Musicalty!!!
Kein Streß, nur Flow. Kizomba-Energy
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