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Der Tanz

Sehr gut erklärt.

Warum Kizomba nicht einfach nur ein Tanz ist, und warum die Art und Weise wie das Wort missbraucht wird für Millionen von Menschen schmerzhaft ist.
Warum es einen Widerstand gibt gegen die Dinge die da mit diesem Wort passieren. 
Wir sollten es respektieren. Auch wenn man andere Tänzer schöner findet. Ihr könnt das Wort gerne verwenden und es tanzen, wenn ihr wollt. Diese Menschen teilen es gerne mit euch, aber achtet dieses Geschenk, oder gebt es zurück.
Kizomba ist nicht nur ein Tanz.
Und bereits jetzt sollte einiges klar sein, nach dem Massemba-Video rechts:
1. Warum Kizomba auch als Spiel und Unterhaltung bezeichnet wird.
2. Warum Urban Kiz und Figuren tanzen KEIN Kizomba ist.
Bei uns hier in Nordeuropa heißt tanzen viel Technik, Perfektion, Cool sein. Sexy sein. Also Ego gesteuert.
In Angola möchte man meinen: Der "Verrückteste" auf der Tanzfläche hat gewonnen. Also eher Herz- und Bauchgesteuert. Ausgelassen wie ein Kind. Nix Ego.
Zwei völlig verschiedene Welten!
Kizomba ist eine INNERE Tanzkunst.

Die zwei tanzenden, spüren die innere Schönheit. Nach außen ist weniger zu sehen. Nur so kann Kizomba-Energy entstehen.
Nun werden sich sicherlich denken, dass der Begriff innere Tanzkunst nicht wirklich klar ist. Das African-Tango hat tatsächlich sehr viel ähnlichkeit mit Tango Argentino, wie wir beim Tango Argentino tanzen selbst feststellen konnten. Aus dem Tango Argentino kommt die Grafik unten. Sie 100% auf Kizomba übertragbar. Evtl. ist es dann besser zu verstehen. Das obere Bild zeigt auch sehr schön den Kizomba-Energy fluß.




Hier links bei Lisa und mir sehr gut zu erkennen. Dargestellt durch die gelben Balken. 
Das war am Regensburger Donau-Ufer. Training für unser Kizomba-World-Projekt 2018.




Oder hier rechts bei einem Open-Air-Tanzkurs bei einem Afrika-Festival in Regensburg.
Nur so kann die Kizomba-Energy fliessen.
DAS ist the Art of Connection. Nicht die Frau "herumschubsen" und ein freundliches Gesicht dabei machen.
Herumschubsen, weil aus der Sicht des Kizomboreiro/Kizombeira das nicht anders empfunden werden kann, was da so einige abliefern. Die Frau wird beim Kizomba NICHT gestresst!
Kizomba ist ein Geh-Tanz.
Die Fußarbeit steht im Vordergrund. Die Fußarbeit gilt es zu lernen und zu üben. Alles andere geht an der eigentlich Thematik vorbei. 
Wer nur Figuren in den Vordergrund stellt, hat Kizomba nicht verstanden.

Die Frau tanzt auf dem ganzen Fuß, nicht auf dem Ballen wie beim Urban Kiz. Die Frau hat in der Grundhaltung gebeugte Beine. Gestreckte Beine hat man beim "Urban Kiz" und den Kizomba-Fälschungen durch Kizomba-Inkompetente "Andere-Tänze"-Tanzlehrer.

Es gibt im Kizomba keine Figuren! 
Der Hintergedanke ist wohl, dass man mit so genannten Figuren die Menschen öfter in die Workshops bekommt. Man missbraucht Kizomba um es als ein gewinnträchtiges Produkt besser vermarkten zu können.
Man braucht eigentlich nicht sehr viele Workshops, um es zu verstehen, denn Kizomba wirklich lernen tut man nicht auf Workshops, dort bekommt man die Grundlagen, sondern eigentlich auf den Partys. Vorrausetzung ist eine solide Grundausbildung, die kaum angeboten wird. Viele glauben, nach einem Anfänger-Kurs sich gleich in die Figuren stürzen zu können. Man kann aber in einer Anfängerstunde nicht alles vermitteln, was nöttig ist, um es richtig tanzen zu können. Man kann es auch nicht gleich nach dem Workshop. Man muss das erst einmal Monatelang üben, um es zu verinnerlichen. Wer beim tanzen denkt und zählt, kann es noch nicht. Unser Anfänger-Kurs dauert 3 Stunden. Und das aus gutem Grund.
Man kann also sagen, ein paar Workshops, aber so viele Partys wie möglich, so lange Tanzen wie möglich. So lernt man es.
Was man braucht ist, mit der Übung, ganz viel Basics und Routinen, die dann, abhängig von der Musik, zusammengesetzt werden.
Die Basics müssen 100% drin sein. Sie müssen auch "ohne Hirn" voll präsent sein. Dann verschiede Routinen hinzufügen, mit "truques" garnieren und sie dann PASSEND (!!!) zur Musik zu Kombinationen zusammen fügen. Diese Kombinationen sind oft Unikate. Entstanden aus dem Zusammenspiel von Musik, der Interpretation des Führenden, in Abhängigkeit wie sich die Geführte anfühlt und bewegt.
Das ist der Unterschied zu Figuren. Figuren bringt man schon mit zum Tanzen. Die Kombinationen entstehen erst beim Tanzen.
Nemanja  schrieb in seinem Facebook-Account: No matter how many combos you know or what level you are, the connection with your partner and the music, always comes first.

Wie Wahr!
In einer kleinen Kneipe in der Altstadt von Regensburg, das Picasso, findet Sonntags immer eine kleine Kizomba-Session statt. Oft habe ich da die Möglichkeit mit Frauen zu tanzen, die beim Auffordern sagen: „das habe ich noch nie getanzt“. Ich sage dann. „Lehn dich an mich und entspanne dich. Das geht dann schon“.
Ich fange dann ganz langsam an mit einfachen Basics. Gebe ihr Zeit es zu spüren. Schon nach dem zweitem Lied ist einfach nur schön, wenn die Dame sich darauf einlässt, was meistens passiert. Der Level ist niedrig, doch deswegen nicht weniger Eindrucksvoll. Manchmal sogar viel schöner, als wenn mann advanced tanzt. Einfach sich mit der Frau und der Musik zu verbinden. Wenn beide Energien sich verbinden, dann kann man es spüren. Kizomba Energy. Die Verschmelzung von Musik und beiden Geschlechtern beim Tanz.
Wenn man nach einigen Liedern dann doch auseinander geht, dann lächelt die Frau und bedankt sich, und weißt darauf hin, dass wir dann wieder miteinander tanzen sollten. Dann weiss ich, dass ich genau das getan habe, wovon diese Seite euch erzählen möchte. Und dann bin ich auch ein wenig stolz auf mich, denn es ist nicht einfach, sein Ego in Schacht zu halten, der danach schreit, der Frau zu zeigen, was man alles auf der Pfanne hat, und damit eigentlich den Tanz kaputt machen würde. Auch mr kostet es Kraft, mich zurück zu halten. Aber es lohnt sich wirklich.
Die Frage nach dem Level und den erlernten, sogenannten Figuren (eigentlich Kombinationen) und Techniken stellt sich dann nicht mehr. Sie sind unbedeutend, und oftmals, besonders bei Anfängern, destruktiv, weil eine Verschmelzung der Energien nicht mehr statt finden kann.

WICHTIG!
Geführt wird NICHT mit den Händen, sondern mit dem Körper, Beinen und dem Kopf.
Beim Übungstanzen während unserer Workshops werde ich oft von den Männern herbeigerufen mit der Bitte, der Frau zu zeigen wie das geht (meistens drehte es sich um die Saida der Frau). Um zu sehen was die Frau falsch macht, tanzte ich es mit ihr durch. Super. Alle Frauen die es "nicht konnten", angeblich, machten es super. Als hätten sie es schon hundert mal getanzt. Dann schauten die Männer etwas nachdenklich. Es wurde ihnen klar, dass es an ihnen liegt, und nicht an der Frau. Dieses Führen mit dem Oberkörper, muss wirklich erlernt werden. Torsion ist dabei ungeheuer wichtig. Ist der Oberkörper steif, hilft das ganze Talent und Rhythmus-Gefühl nichts. Um mit dem Oberkörper zu führen, muss er beweglich sein. Sonst ist es wie Autofahren mit verriegeltem Lenkrad. Deshalb gibt es bei uns in letzter Zeit vor dem Saida-Training manchmal Dehnunsübungen aus dem Qigong.
Geführt wird mit Kopf, Oberkörper und den Beinen!
Das ist kein Beschreibungssatz im Kizomba den man mit dem einem Ohr hört, und aus dem anderen wieder herauskommen lässt.
Dieser Satz ist eine Art oberstes Gebot. Wer diesen Satz überhört, wird immer wieder mit Frauen tanzen "die es nicht können".
Mehr Informationen über das richtige Führen findet ihr HIER!
Es gibt in Afrika keinen Tanz, wo Frauen auf den Zehenspitzen tanzen. Man tanzt man auf den ganzen Fuß.
Das mit den auf Zehenballen tanzen ist eine Erfindung des Urban-Kiz sein, was dort auch Sinn machen soll.
Ebenso bleiben die Beine der Frau gebeugt. Gestreckt wird beim sog. Urban Kiz.

So bewegen sich die Angolanische Frauen beim tanzen.
Das ist Ginga!
Mit viel Geduld ist es für jede erlernbar. Viel Spass beim Üben.
Ein Öffnen findet auch statt, jedoch nach bestimmten Regeln, denn es wird kaum mit den Händen geführt. Eigentlich sollte man grundsätzlich die Hände aus dem Spiel nehmen um ein wirklicher guter Kizomba-Tänzer zu werden.
Hauptsächlich benutzt man sie nur zum Stoppen oder Halten (Frame). Es wird NICHT permanent auseinander getanzt.
Stoppen ist kein Führen. Für ein parkendes Auto braucht man keinen Führerschein!
Das Grundprinzip ist eine Art Anziehungskraft, ähnlich wie Magnetismus. Die Frau ist immer bemüht, zum Mann zurück zu kehren, um sich zu Verbinden. Daraus ergeben sich wunderschöne Tanzroutinen. Aber das sollte man sich wirklich erklären lassen.
Also doch Workshop... ;-)


 
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